Was ist eigentlich… ein Tag?

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Was ist eigentlich… ein Tag?

Was ist eigentlich… ein Tag?

Zugegeben, viele Internetnutzer und gerade diejenigen, die das hier lesen, wissen das bereits. Allerdings gibt es auch einige die nur glauben es zu wissen und dann gibt es wiederum andere, die wüssten es gerne. Egal wie mans nimmt halte ich es für notwendig solche grundlegenden Begriffe auch einmal zu erklären.

Das Internet bzw. Wikipedia beantwortet die Frage so:

“In der Datenverarbeitung und Informatik steht das englische Wort Tag [tæg] (Etikett, Anhänger, Aufkleber, Marke, Auszeichner) für die Auszeichnung eines Datenbestandes mit zusätzlichen Informationen. Die darin enthaltenen Informationen dienen je nach Verwendungsgebiet sehr unterschiedlichen Zwecken.”

Das tückische an dem Begriff Tag ist, dass er mehrere Verwendungszwecke beinhaltet. Wir wollen uns hier aber mit dem Tag im Sinne von Tagging, was vor allem auf Web2.0 bzw. Social Media Seiten zum Einsatz kommt, beschäftigen. Der eben zitierte Wikipedia Artikel beschreibt hauptsächlich Tags, die in verschiedenen Auszeichnungssprachen (z.B. HTML) u.a. zur Auszeichnung von Textelementen dienen.

Im Rahmen des Taggings bzw. des Social Taggings ist ein Tag vor allem als Schlagwort,Wortphrase oder Schlüsselwort zu übersetzen. Mit einem Tag lassen sich Texte und andere Inhalte etikettieren. Sven Lennartz hat den Begriff auf drWeb.de sehr schön beschrieben:

“Anders als Keywords (Stichwörter), die auf einen Begriff Bezug nehmen der tatsächlich einen Beitrag vorhanden ist, bieten Tags (Schlagworte) mehr Freiheiten.”

Mit mehr Freiheiten ist gemeint, es können zur Etikettierung auch Begriffe verwendet werden, die im Text selbst gar nicht vorkommen. So kann dann gezielt nach Themen gesucht werden, auch wenn man einen genauen Begriff nicht kennt. Dieser Artikel hier wird beispielsweise mit dem Tag “SocialMedia” versehen.  So findet man wenn man nach dem Begriff auf Buildblog sucht diesen Artikel hier, aber eben auch diesen oder diesen, die auch dieses Tag tragen.
Karl-Heinz Wenzlaff von Blogtrainer.de weist auf die verschiedenen Möglichkeiten und Funktionen von Tags beim Bloggen mit WordPress hin. Es gibt die Möglichkeit die Tags als Navigationselement am Ende des Artikels, wie es bei Buildblog der Fall ist, oder direkt ähnliche Artikel mit denselben Tags anzeigen zu lassen. Häufig genutzt wird auch die Tag Wolke (Tag Cloud), in der häufig verwendete Tags größer und dicker geschrieben werden, sodass auf einen Blick klar wird, welche Themen auf dieser Seite vorrangig behandelt werden.

Auch externe Seiten, Social Bookmarking Services (z.B. mister wong, icio) Blogsuchmaschinen (z.B. Technorati) oder Feedreader nutzen Tags als Filter oder zur Gruppierung von Themen. So dass man mit gutem Tagging auch hierüber zu mehr Nutzern kommen kann. Gerade auf Video Portalen wird diese Möglichkeit häufig missbraucht, in dem Videos Beispielsweise das Tag “Sex” enthalten. So bekommt ein Video, in dem eigentlich nur einer über die Straße geht auf einmal ganz viele Zuschauer.
Hier kommt dann allerdings das Problem zum Tragen, dass Tagging in der Regel unkontrolliert passiert. Jeder taggt was und wie er will, ohne bestimmte Regeln oder Standardverfahren. Schreibweisen sind unterschiedlich, ebenso wie die Ansicht was denn nun zusammengehört und was nicht.  Somit sind Tags nicht so zuverlässig wie Schlagwörter in der Bibliothek. Das ist der Preis für die bessere Verknüpfung der Inhalte durch die Vielzahl von Benutzern.

Für Menschen die selbst Taggen ist wichtig, dass sie Tags nicht mit Kategorien verwechseln. Hierauf wird auch wieder auf Blogtrainer.de hingewiesen (ein Artikel, den ich zum richtigen Umgang mit Tags in Blogs übrigens sehr empfehlen kann):  “Benutzen Sie Kategorien wie Kapitelüberschriften in einem Buch, Tags dagegen wie Lesezeichen.”

Außerdem sollten natürlich nach Möglichkeit immer dieselben Tags verwendet werden.

Im Großen und Ganzen  sind Tags ein hilfreiches Instrument, wenn man sich für einen bestimmtes Themenfeld interessiert. So kann man Inhalte finden, die zwar im selben Bereich angesiedelt sind, aber durchaus auch einmal unterschiedliche Dinge -aus diesem Bereich- behandeln. Außerdem lassen sich mit Hilfe von Tags leicht verwandte Inhalte finden, sodass man sich, ohne mehrmals suchen zu müssen, durch ein Themenfeld durchklicken kann. Auf diese Weise werden auch keine Stichwörter verpasst die einem von allein zur Suche vielleicht nicht eingefallen werden.

Diskussion

Ein Kommentar zu “Was ist eigentlich… ein Tag?”

  1. [...] tagging and bookmarking easy → Vereinfachung von Tagging und social Bookmarking, durch die Integration von Buttons um die Website zu social Bookmarking [...]

    Posted by buildblog | Was ist eigentlich Social Media Optimierung (SMO)? | November 12, 2009, 03:06

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