Das skandalöse am SchülerVZ-Datenklau: Die Berichterstattung

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Das skandalöse am SchülerVZ-Datenklau: Die Berichterstattung

So langsam bin ich es leid. Irgendwer hat zufällig etwa 1 Mio. Datensätze aus dem SchülerVz ausgelesen. “Hochbrisante” Profilinformationen wie Schule, Wohnort, Name und Profilbild wurden also gecrawlt.

Das ganze wird jetzt auf wundersame Weise aufgebauscht. Dazu meine ich folgendes:

  1. Die Daten sind mitnichten interessant
  2. Es ist kein wunder, dass man als Mitglied eines SocialNetworks die Profile anderer Nutzer aufrufen kann
  3. Die Daten sind nicht privat, weil defacto jeder der Wert darauf legt einen SchülerVZ Account bekommt. Zwar nicht offiziell, aber ich denke, dass prinzipiell jeder einen Schüler kennt, der einen entsprechenden Account besitzt und sich dadruch einen Zugang zum System verschaffen kann.

Auf Netzpolitik war gerade nachzulesen, dass die Daten nicht nur für die Werbeindustrie interessant seien. Ach wirklich? Soll ich Katja Mustermann mit der Adresse “Köln” einen Werbebrief schreiben?

Sind wir jetzt neuerdings auf Boulevard-Niveau?

Ich bin irgendwie sehr sicher, dass das mit Facebook oder Xing, oder Jappi (übrigens auch überwiegend Schüler) genauso funktioniert hätte.

Ich hatte seinerzeit mal darüber berichtet, dass man die Fotos im Studivz auch nach deren Löschung noch aufrufen kann. Die geht mitlerweile nicht mehr. Mitlerweile muss ich mich fast schon bei VzNet entschuldigen damals diesen Unfug verbreitet zu haben. Ich sehe ein, dass man in Deutschland viel Wert auf Datenschutz legt. Ich sehe auch ein, dass Schülerdaten besonders schützenswert sind. Was ich nicht einsehe ist, dass irgendein Scriptkiddy 1Mio Datensätze ausliest, dadurch massiv den Ruf der VZs schädigt und dann von Netzpolitik versteckt wird.

Denn wie ich weiter oben schon sagte: Es ist nichts verwerfliches dabei, dass in einem geschlossenen Netzwerk dessen Nutzer auf die Profile anderer Nutzer zugreifen können. Das ist schließlich der Sinn der Sache. @VzNet ich wünsche mir für MeinVZ öffentliche Profile. Sozusagen zum freischalten. Wie bei Xing. Und die URL´s von Facebook. Für Eure Mitarbeiter habt ihr die ja schon ;-)

Genug aufgeregt für heute.

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