Ich habe es bereits erwähnt: Es ist nicht einfach mit einem Blog Geld zu verdienen. Als direkte Monetarisierungsmöglichkeiten bieten sich eigentlich nur Affiliate-Programme, Banner oder textbasierte Werbung sowie bezahlte Reviews alá Trigami an. Affiliatemarketing und Banner performen allerdings nicht allzu gut und bezahlte Reviews führen zu einer Beschimpfung als “Trigami-Hure” oder, bei falscher Handhabung, zur Abstrafung durch Google. Da mich das Thema Monetarisierung von Webangeboten schon aus beruflicher Hinsicht interessiert, starte ich hiermit eine Serie zum Thema.
Der Geiz-ist-geil-User
Ein Problem hinsichtlich der Monetarisierung eines jedweden Webangebotes stellt die Einstellung vieler Nutzer dar, das Web sei eine kostenfreie Datenquelle und der Download jeder verfügbaren Datei mit dem Erwerb der Flatrate des Internetproviders bereits abgegolten. So haben es seinerzeit die Internetprovider verkauft. Das Internet ist alles, das Internet kann alles. Und zwar kostenlos. Unfug!
Das Internet und insesondere sein Content ist zwar eine wertvolle und nahezu unerschöpfliche Datenquelle, allerdings ist dies nur Möglich weil ein kleiner Teil der Internetbevölkerung eine Menge Arbeitszeit und teilweise auch eine erhebliche Menge Geld investiert um dieses System voranzutreiben. Natürlich findet sich eine Menge Müll im weltweiten Datennetz. Die Frage ist woran liegt das? Dafür gibt es mehrere Gründe:
Mangelndes Interesse
Für jemanden der etwas schreibt stellt sich nach einiger Zeit die Frage: Interessiert mich das Thema noch, habe ich neue Schwerpunkte?
Mangelnde Zeit
Eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Internetprojekte scheitert daran, dass die Autoren oder macher einer Seite das Projekt aus zeitlichen gründen nicht weiter verfolgen und das Projekt durch “liegenlassen” verwaist.
Mangelnde Monetarisierung
Die Frage nach der Zeit ist häufig auch eine Frage des Geldes. Welche meiner Tätigkeiten bringt mir im monetären Sinne mehr ein? Ist es meine Autorentätigkeit im Katzenblog oder meine Babysittertätigkeit bei der Nachbarin.
Mangelnde Befriedigung persönlicher Bedürfnisse
Eine wichtige Frage die sich immer dann stellt, wenn man einer Autorentätigkeit oder allgemein gesagt, der Pflege seiner Online identität in anderen Projekten nachgeht, ist: habe ich ein Publikum? Es gibt Menschen die Glücklich mit zwei lesern sind. Das trifft allerdings auf den kleineren Teil der Bevölkerung zu. Einer der wesentlichen Aspekte der Publizistik ist es etwas zu sagen zu haben. Dies ist immer dann der Fall, wenn andere einem zuhören oder, um beim bloggen zu bleiben, die Artikel gelesen werden.
Zentraler Bestandteil der Monetarisierung – Die Sensibilisierung des Nutzers
Ein entscheidender Punkt ist hier die Frage: Wie mache ich deutlich, dass in dieser Seite eine Menge arbeit steckt? Erster ausschlaggebender Faktor hierfür ist natürlich die Qualität der Beiträge. Es geht hier nicht primär um Punkte wie Rechtschreibung. Viel entscheidender ist: wird die dem Artikel zugrunde gelegte Fragestellung beantwortet? Falls es nicht um eine Fragestellung geht: Werden die Erwartungen des Nutzers hinsichtlich des Artikels erfüllt? Sind die Ansprüche des Lesers zufriedengestellt, ist er also der Meinung nach dem Studium des Beitrages klüger zu sein als vorher, müssen wir ihn nur noch davon überzeugen sich geschaltete Anzeigen anzusehen. Es steht außer Frage, dass man einen Leser niemals zum Klicken auf eine Anzeige auffordert. Das schließen schon die AGBs der meisten Anbieter aus. Allerdings ist vielen Internetnutzern nicht klar, dass zur Unterstützung einer Internetseite die Betätigung eines Spendenbuttons nicht erforderlich ist. Dank der Machenschaften von Google ist die Werbung häufig hinreichend relevant, so dass es sich meist lohnt genauer hinzusehen und die Eine oder Andere Werbeanzeige anzuklicken. Denn dahinter verbergen sich häufig im Kontext des Beitrages ausgesprochen interessante Informationen und/oder Produkte. Nur muss der Nutzer dies auch wissen.
Kurz zusammengefasst: Werbung ist nicht schlecht, wenn Sie gut ist. Wenn der Nutzer einer Website sich darüber im klaren ist, ist sie möglicherweise noch besser.
Fortsetzung folgt…
P.s. ich bin mal sehr gespannt, wie viele das jetzt verstanden haben und sich zu einer gewissen Handlung animiert fühlen.
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