Neulich bei Xing: Irgendein Gruppenbeitrag über die Nützlichkeit von Twitter zu Akquiesezwecken. Disskussion: kontrovers bis wenig hilfreich. Thesen: Twitter ist Microblogging. Schon Blogging ist für die Akquiese nicht hilfreich. Der größte Teil vom Rest war Müll.
Meine Gegenthesen: Blogging ist extrem hilfreich bei der Akquiese. Twitter ist die Perfekte ergänzung, den es schafft biderektionale Rückkanäle wo vorher keine waren. Vernünftige Inhalte vorausgesetzt ist die eine Prima Grundlage für die Schaffung von Netzwerkeffekten, wo vorher keine Waren. Ich habe diese Selbstvermarktungs-Geschchichte ja bereits an einer anderen Stelle besprochen. Fest steht: zu Reputationszwecken sind Blogs extrem sinnvoll. Damit fördern sie auch die Akquiese (vorausgesetzt es handelt sich beim vermarkteten Gut um eine Person, den Corporate Blogs haben bei soetwas ein paar Schwierigkeiten).
Zurück zu Xing. Zurück zu Kirstin Nickelsen, welche die Eingangsfrage nach der Sinnhaftigkeit von Twitter stellte.. Es gibt immer drei Dinge in der Blogospähre und diesem ganzen aufwändigen Networking gedöhns, die ich sehr wohlwollen zur Kenntnis nehme:
1. Bloggende Frauen mit sinnvollen Themen
2. Twitternde Frauen mit sinnvollen Blogs
3. Bloggende und/oder Twitternde Menschen zu Fachthemen mit denen ich mich nicht auskenne
Das hat nichts mit Sexismus zu tun, sondern viel mehr mit der Tatsache, dass ich selten im Web auf sinnvollen Content stoße und noch seltener auf sinnvollen Content des anderen Geschlechts (Stichwort: Katzenblogs). Was mich allerdings besonders beeindruckt hat, ist das da jemand bloggt der eine Profession hat, deren Nützlichkeit ich mein Leben lang abgestritten habe: Mediation.
Stark vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei Mediatoren um eine Art Streitschlichter. Leute die man in Gespräche und Verhandlungen holt um festgefahrenen Situationen zu entgehen oder einfach mit neuen Perspektiven auf Probleme zu blicken.
Eigentlich möchte ich nur auf folgendes hinaus: Der Mediationsblog ist überaus lesenwerte Angelegenheit. Und der Erste, von mir aufmerksam gelesene Artikel, ist nicht nur Unterhaltsam, sondern zeugt von einem hervorragenden Auge der Autorin für Details.
Das über den Artikel auf Twitter aufmerksam geworden bin dürfte dann wohl auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Twitter und anderen Microblogging Systemen beantworten.
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