Semantische Webseitenoptimierung für Einsteiger

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Semantische Webseitenoptimierung für Einsteiger

“Im Online Marketing und speziell in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing war Semantik lange Zeit ein Fremdwort. Suchmaschinen wie Google haben das semantische Umfeld einer Website allerdings schon lange in ihren Indizierungsalgorithmus aufgenommen. Das heißt Seiten, die nicht semantisch optimiert sind, vergeben Potential und verlieren im Ranking gegen Seiten, die  eine Latent Semantische Optimierung (LSO) berücksichtigen.  Die rankingCHECK  GmbH bietet nun für alle „Semantik-Einsteiger“ ein kostenloses LSO-Onlinetool an.”

Das las ich kürzlich auf dem Ranking-Check Blog. Nett, dachte ich mir, probierte das Tool aus und dachte, es wäre ein paar Sätze in meinem eigenen Blog wert.

Es ist eine feine Sache, aber vielleicht sollte man trotzdem mal kurz klären, was es mit der latent semantischen Optimierung denn überhaupt auf sich hat. Einfach zusammengefasst geht es natürlich wie immer darum, in den wichtigen Suchmaschinen möglichst gut gefunden zu werden. Wie realisiert man das? Richtig: über gute und redaktionell optimierte Inhalte sowie eine anständige Code- und Linkstruktur. Bei der Code- und Linkstrutkur erschöpft sich das Optimierungspotential recht schnell. Anders sieht es bei der Struktur und vor allem den Inhalten redaktioneller Beiträge aus. In jedem redaktionell aufbereiteten Text treten semantische Lücken auf. Das sind Worte und Phrasen die in diesem Zusammenhang möglicherweise noch wichtig gewesen wären. Oder um es mit den Worten von Amazon zu sagen: “Leute die Milch kauften, interessieren sich auch für Butter”.

Das bedeutet im Klartext: möchte unter bestimmten Suchbegriffen gefunden werden, sollte man auch verwandte Begriffe einsetzen, weil potentielle Nutzer möglicherweise auch nach diesen suchen. Hier hilft die Latent semantische Optimierung.

Aber wieso eigentlich “latent”? Hat das was mit dem Unterbewusstsein zu tun?

Natürlich hat es das. Ich versuche mal das ganze mit einem einfachen Beispiel zu beschreiben: Welche verwandten Begriffe fallen Dir lieber Leser zum Thema ”Buch” ein? “Lesen”,”Buchhandlung”,”Buchstaben”… So langsam wird eng oder?

Jetzt nehmen wir uns mal das LSO Tool von Ranking-Check und tragen als Domain “amazon.de” ein und als zu optimierenden Suchbegriff: “buch”.

Das Ergebnis ist erschütternd, denn das Tool findet sehr interessante verwandte Begriffe, von denen lediglich ein einziger auf der Startseite von Amazon enthalten ist:

  • bücher
  • kinder
  • belletristik
  • sachbücher
  • mängelexemplar
  • verlag
  • online
  • krimis
  • hörbücher

Selbst wenn wir die Kinder vernachlässigen, die in dieser Liste durchaus ihre Existenzberechtigung haben, ist der einzige Begriff den wir zum Thema finden: “Bücher”. Und das ist nur ein vorgeschmack der latent semantischen Optimierung. Den Ranking-Check fertigt solche Analysen für vollständige Websites an. Die wichtigen Keywords müssen dabei nicht angegeben werden, sondern werden von den Analysetools automatisch erfasst.

Kurz und gut: das Tool ist in der kostenfreien Version die nur 10 relevante Keywords liefert schon sehr hilfreich bei der Optimierung einzelner Texte oder Startseiten. Bei der redaktionellen suchmaschinenrelevanten Optimierung wird es unerlässlich.

Trotzdem und um es mit den Worte von Tocotronic zu sagen:

“Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit”. Ich fürchte der Bedarf einer semantischen Optimierung von Websites wurde noch nicht hinreichend erkannt.

Um trotzdem nochmal auf Tocotronic zurückzukommen: hier das Video

Diskussion

6 Kommentare zu “Semantische Webseitenoptimierung für Einsteiger”

  1. [...] diese aussehen mögen. Dies lässt sich durch eine gute interne Linkstruktur in Kombination mit semantischer Optimierung erreichen. Auf die SEO-Technischen Maßnahmen bzw. Gegenmaßnahmen im Zusammenhang mit einer zu [...]

    Posted by buildblog | Was ist eigentlich die Absprungrate? | Dezember 28, 2008, 07:02
  2. [...] Qualität der Informationen zähle ich auch, wie an anderer Stelle erwähnt, die semantische Optimierung der redaktionellen Inhalte. Abgesehen davon, dass diese den Text nicht so langweilig erscheinen [...]

    Posted by buildblog | Die SEO technischen Auswirkungen einer Verringerung der Absprungrate | Dezember 31, 2008, 15:07
  3. [...] kürzlich hier und hier vorgestellte LSO-Tool lässt sich in diesem Zusammenhang gut verwenden um auch für die Schaltung [...]

    Posted by buildblog | Markenverletzung beim Keyword-Advertising | Januar 10, 2009, 18:30
  4. Meiner Meinung nach wird LSO derzeit noch überbewertet. Dass es ein Trend ist, steht außer Frage, allerdings bringt es nichts, jetzt gleich in Panik zu verfallen, da auch Google offensichtlich mehr auf die Keyworddichte achtet, als auf LSO. Einen kleinen Test, der mich zu dieser Überzeugung bringt, findet man hier: Test Latent Semantische Optimierung.

    Posted by Robert | Juni 23, 2009, 17:02
  5. Der Punkt liegt nicht unbedingt darin, dass Google besonderen Weg auf die semantik legt. Es geht dabei eher darum mehr Nutzer durch verwandte Keywords zu erreichen. Da Google noch relativ mäßig arbeitet und sich hauptsächlich auf die schreibweisen der Nutzer bezieht, erreicht man auch mehr Suchergebnisse unter unterschiedlichen Suchbegriffen, wenn man seine Texte semantisch optimiert.

    Posted by Jakob Zogalla | Juni 24, 2009, 08:16
  6. [...] Qualität der Informationen zähle ich auch, wie an anderer Stelle erwähnt, die semantische Optimierung der redaktionellen Inhalte. Abgesehen davon, dass diese den Text nicht so langweilig erscheinen [...]

    Posted by Seosweet Blog | Die Verringerung der Absprungrate | Januar 18, 2012, 09:01

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